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Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten, berührt mich immer wieder – und zu erleben, wie viel sich verändern kann, wenn wir uns selbst und unserer eigenen Geschichte auf eine neue Weise begegnen.
Und ich mag, dass mein Beruf nie Routine wird. Und ich mag, dass mein Beruf nie Routine wird. Jede Lebensgeschichte hat so viele individuelle Facetten – und gemeinsam etwas davon zu verstehen, erlebe ich immer wieder als bereichernd.
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Nach der Schule entschied ich mich für ein Jurastudium. Das genaue Denken und Formulieren lag mir und ich mochte es, mich in Themen zu vertiefen. Während meiner Station an einem Landgericht (D) nach dem Studienabschluss fasste ich schliesslich den Mut, einen anderen Weg einzuschlagen. Ich merkte, dass meine eigenen Interessen und Talente in einem Feld, das stark von taktischen Auseinandersetzungen und juristischen Auslegungsfragen geprägt war, wenig Raum fanden. Ich wollte mich in meinem Berufsleben mit etwas beschäftigen, das mich auch inhaltlich wirklich interessiert – und bei dem der Mensch stärker im Mittelpunkt steht.
In dieser Zeit erkrankte ein mir sehr nahestehender Mensch schwer und verstarb später. Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt und mein Interesse noch stärker auf andere Fragen gelenkt. Was hinterlassen unsere Erfahrungen in uns? Wie beeinflussen sie, was wir fühlen, wie wir uns selbst sehen und wie wir anderen begegnen – und was kann dazu führen, dass sich darin etwas verändert?
Nach meiner Zeit bei Gericht arbeitete ich im Personalwesen und jobbte dort auch während meines Psychologiestudiums. Danach folgten noch einige andere berufliche Stationen – unter anderem in einer Bildungs- und Organisationsberatung –, bevor ich mich für die Ausbildung zur Psychotherapeutin entschied.
Genaues Hinschauen und der Wunsch, Dinge wirklich zu verstehen, haben mich auf meinem Weg immer begleitet. Und wahrscheinlich ist das auch ein Grund, weshalb ich heute so gerne als Psychotherapeutin arbeite.
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Meine ersten Jahre als Psychotherapeutin habe ich in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet. Dort war ich Teil eines interdisziplinären Behandlungsteams und begleitete Menschen mit Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen. Ein besonderer Schwerpunkt der Station lag auf Binge Eating und Adipositas. Unter anderem habe ich eine Körperbildgruppe aufgebaut und geleitet, in der mit der Zeit auch unser Umgang mit Scham einen wichtigen Raum einnahm. Durch die vielen Begegnungen mit Menschen mit Ess- und Körperbildproblemen habe ich erlebt, wie viel Leid und Lebensenergie damit verbunden sein können.
Nach meiner Zeit in der Klinik wechselte ich in den ambulanten Bereich. Dort wurde das Spektrum meiner therapeutischen Arbeit noch mal breiter – von Ängsten, Zwängen und Depressionen bis hin zu schwierigen Lebensphasen, Verlusterfahrungen und Trauer. In dieser Zeit hat sich mein Gespür dafür nochmal vertieft, wie unterschiedlich Menschen sich selbst, andere und ihre Lebensgeschichte erleben. Sie hat mich darin bestärkt, immer wieder neu hinzuschauen, nicht zu schnell zu „wissen“ und mein therapeutisches Verständnis weiterzuentwickeln.
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Unterschiedliches Erleben zeigt sich nicht nur von Mensch zu Mensch. Auch in uns selbst können gleichzeitig unterschiedliche Gefühle, Bedürfnisse und Impulse da sein – und unser Erleben kann sich von einem Moment zum nächsten verändern. Wir können uns nach Nähe sehnen und uns zugleich zurückziehen wollen, eine Veränderung wünschen und gleichzeitig am Vertrauten festhalten oder in einer Situation ganz anders reagieren, als wir es eigentlich von uns erwarten würden.
Gerade wenn solche unterschiedlichen Tendenzen immer wieder miteinander in Konflikt geraten, kann das sehr belastend sein und uns das Gefühl geben, in bestimmten Mustern festzustecken.Diese unterschiedlichen Seiten unseres Erlebens spielen auch in den Modellen verschiedener Therapieansätze eine zentrale Rolle; manchmal werden sie als „innere Anteile“ beschrieben. Dahinter steht für mich ein sehr respektvoller Blick auf menschliches Erleben: Wir versuchen nicht, schwierige Gefühle oder Reaktionen einfach zu verändern oder loszuwerden, sondern zunächst zu verstehen, warum sie da sind und welche Bedeutung sie haben. Wenn auch das, was uns heute belastet, auf diese Weise verstanden und neu erlebt werden kann, kann sich mit der Zeit mehr innerer Spielraum entwickeln – für neue Erfahrungen und neue Möglichkeiten zu reagieren.
Mit IFS (Internal Family Systems) habe ich später einen Ansatz kennengelernt, der dieses Verständnis für mich noch einmal wesentlich vertieft hat. IFS hat mir auf besondere Weise gezeigt, wie eng unser heutiges Erleben mit unserer Lebensgeschichte, persönlichen Verletzungen und manchmal auch mit Erfahrungen früherer Generationen verbunden sein kann. Diese Perspektive prägt meine therapeutische Arbeit bis heute.
Fragen und Antworten zu Ausbildung, beruflichen Erfahrungen und der therapeutischen Haltung
Akademische Ausbildung und
Psychotherapie-Ausbildung
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Psychotherapieausbildung
2017 Postgraduale Weiterbildung Psychotherapie mit kognitiv-behavioralem und interpersonalem Schwerpunkt, Klaus Grawe Institut, Zürich (eidgenössisch akkreditiert)

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Psychologie Uni Fribourg
2007 Lizentiat der Psychologie (zweisprachig d/f) (entspricht MSc), Universität Fribourg (CH)

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Rechtswissenschaften Uni Konstanz
1999 Magister Juris: Juristisches Staatsexamen (entspricht MLaw), Universität Konstanz (D)

Kontinuierliche Fortbildung,
einzelne Schwerpunkte:
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Internal Family Systems (IFS)
IFS-Level-1-ausgebildete Psychotherapeutin, anerkannte Level-1-Ausbildung bei der IFS Akademie Deutschland. Kontinuierliche Vertiefung durch Fortbildungen und Fachliteraturstudium, unter anderem zu traumainformiertem IFS und unterschiedlichen therapeutischen Zugangswegen.
ⓘ Besonders wertvoll finde ich an IFS den respektvollen Blick auf unser inneres Erleben und auf Reaktionen, die uns heute vielleicht belasten. Aus dieser Perspektive werden sie nicht einfach als störend betrachtet, sondern auch danach gefragt, welche schützende Funktion sie haben oder einmal hatten. Statt sie vorschnell verändern oder loswerden zu wollen, geht es zunächst darum, sie besser zu verstehen. Dadurch kann sich die Art verändern, wie wir mit uns selbst umgehen, und es kann Raum für Neues entstehen. -
Emotionen und Veränderungsprozesse
Kontinuierliche Fortbildungen und Fachliteraturstudium zu emotions- und erlebensorientierten Therapieansätzen, mit besonderem Schwerpunkt auf emotionalen Veränderungsprozessen.
ⓘ Besonders wertvoll finde ich diese Ansätze dort, wo wir vielleicht längst verstehen, warum wir auf bestimmte Weise fühlen oder reagieren – und dennoch merken, dass dieses Wissen allein noch nichts verändert. Sie können helfen, solchen Gefühlen und Reaktionen auf eine neue Weise zu begegnen und dadurch mehr inneren Spielraum zu gewinnen.
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Angst- und Zwangsstörungen
Vertiefung durch Online-Fortbildungen und Fachliteraturstudium – insbesondere zum veränderten Umgang mit Angst, aufdringlichen Gedanken und Unsicherheit, zur Arbeit mit inneren Anteilen sowie zu Expositionsverfahren mit Reaktionsmanagement (ERP).

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Krankheitsverarbeitung
Fortbildungen und Fachliteraturstudium zur psychotherapeutischen Begleitung von Menschen mit Krebserkrankungen – mit besonderem Augenmerk auf einen trauma-informierten Umgang mit belastenden Krankheitserfahrungen, Ängsten und Unsicherheit sowie auf eine sensible Begleitung bei existenziellen Fragen, Verlusten und Veränderungen im Leben.

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EMDR
Abgeschlossenes Level-1-Training in Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) am EMDR-Institut Schweiz. Kenntnisse aus der Ausbildung – etwa zur Stabilisierung und Orientierung im Hier und Jetzt – fliessen in meine therapeutische Arbeit ein.
Spezifische EMDR-Behandlungen biete ich nicht an.

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Supervision
Regelmässige methodenübergreifende Gruppen- und Einzelsupervision zur Reflexion meiner therapeutischen Arbeit und zur Vertiefung unterschiedlicher therapeutischer Fragestellungen.

Beruflicher Werdegang
seit 2026 · Selbständige Psychotherapeutin, Praxisgemeinschaft L·Y·N·17 in Thalwil
2021-2025 · Psychotherapeutin, Clienia Praxis für psychologische Psychotherapie, Männedorf
2021 · Psychotherapeutin, Kompetenzzentrum für Essstörungen und Adipositas, Zürich
2017-2021 · Psychotherapeutin, Privatklinik Aadorf, zwei Stationen
2011-2016 · Inhaltsentwicklung und Projektkoordination, Ectaveo AG, Bildungs- und Organisationsgestaltung, Zürich
2008-2011 · Tätigkeit in Lehre und Anwaltskanzlei, Schwerpunkt Banken- und Handelsrecht, Zollikon
2003 · Klinisches Praktikum Neuropsychologie, Kliniken Schmieder, Konstanz
2002 · Forschungspraktikum Psychologie, Universität Fribourg
2000–2001 · Human Resources und Rechtsdienst, ELVIA / Allianz Group Schweiz, Zürich
1999-2000 · Rechtsreferendariat, Amtsgericht Düsseldorf
1996-2000 · Praktika in Deutschland und Frankreich: Anwaltskanzleien, bei Gericht, in einem Notariat und einer PR-Agentur
Berufliche
Anerkennung & Mitgliedschaften
Anerkennungen
Berufsausübungsbewilligung im Kanton Zürich
Anerkennung durch die obligatorische Krankenkasse (Grundversicherung)
Fachtitel
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin
Mitgliedschaften
Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP)
Kantonalverband der Zürcher Psycholog:innen (ZÜPP)