Internal Family Systems Therapy (IFS)
in Thalwil bei Zürich
Internal Family Systems (IFS) ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der die menschliche Psyche als ein System verschiedener innerer Anteile versteht. Diese können unterschiedliche Bedürfnisse oder Impulse mit sich bringen. Eine Seite möchte vielleicht etwas verändern, während eine andere zögert.
Der von Richard Schwartz, PhD, entwickelte Ansatz bietet einen Zugang, um diese inneren Dynamiken besser zu verstehen und mit ihnen zu arbeiten.
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IFS ist ein traumasensibler Ansatz, der berücksichtigt, wie frühere Verletzungen emotionales Erleben und Verhalten beeinflussen. IFS erlaubt es, schwieriges Erleben und innere Konflikte auf wertfreie Weise nicht als Defizite, sondern als verständliche Reaktionen auf belastende Erfahrungen zu betrachten. Hierdurch entsteht Raum für Akzeptanz und Veränderung.
IFS geht davon aus, dass die menschliche Psyche natürlicherweise in unterschiedliche Anteile organisiert ist. So können wir beispielsweise gleichzeitig den Wunsch nach Nähe und das Bedürfnis nach Rückzug erleben. IFS versteht solche inneren Unterschiede als einen normalen Bestandteil unseres Menschseins. Man kann sich zum Beispiel auf etwas freuen und zugleich Unsicherheit oder Angst spüren.
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Ein zentraler Gedanke im IFS-Modell ist, dass unsere Psyche wie ein inneres System funktioniert – vergleichbar mit einer Familie oder einem Team. Die einzelnen Anteile stehen in Beziehung zueinander und übernehmen bestimmte Funktionen. Diese entstehen zum Beispiel als Reaktion auf belastende Erfahrungen im Leben und können sich im Laufe der Zeit verändern.
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Jeder dieser inneren Anteile verfolgt dabei eine positive Absicht und bringt wertvolle und hilfreiche Qualitäten mit. Durch schwierige Lebensumstände – etwa Stress, seelische Verletzungen oder prägende Erfahrungen – können Anteile jedoch in extreme oder einseitige Muster geraten, die ursprünglich dem Schutz dienten, heute aber einschränkend wirken können.
Zum Beispiel kann sich eine Person in bestimmten Situationen sehr leistungsbereit zeigen und dabei über die eigenen Grenzen hinausgehen oder sich erschöpfen. Solche Muster können Ausdruck früherer Anpassungsstrategien sein.
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In der IFS-Therapie geht es darum, einen achtsamen und respektvollen Zugang zu den inneren Dynamiken zu entwickeln. Wenn sich das innere System sicherer anfühlt, entsteht mehr Raum und Flexibilität - Anteile sind weniger stark in ihren gewohnten Mustern gebunden. Dadurch eröffnen sich neue, stimmigere Handlungsmöglichkeiten im Leben.
Ich orientiere mich in der Therapie stets an dem, was für Sie in Ihrem individuellen Prozess hilfreich und zugänglich ist. Andere psychotherapeutische Methoden integriere ich bei Bedarf, um die Behandlung bestmöglich auf Sie abzustimmen.
Einzelne Einblicke in die Arbeit mit IFS
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Die Internal Family Systems Therapy (IFS) geht davon aus, dass unsere Psyche natürlicherweise aus verschiedenen inneren Anteilen besteht. Ein Teil möchte vielleicht mutig sein, während ein anderer Angst hat; ein Teil ist kritisch, ein anderer verletzlich.
Solche inneren Dynamiken können sich ganz unterschiedlich zeigen: Manche Anteile ziehen sich zurück oder fühlen sich erschöpft, andere machen Druck, kritisieren oder grübeln. Manche versuchen, möglichst viel zu kontrollieren oder keine Fehler zu machen. Wieder andere suchen Ablenkung, Trost oder schnelle Entlastung.
In IFS werden diese Anteile nicht als Problem betrachtet. Auch Reaktionen, die heute belastend sein können, werden als Versuche verstanden, zu schützen oder mit schwierigen Erfahrungen umzugehen.
Innere Präsenz und Selbstkontakt
Neben den Anteilen beschreibt IFS einen Zustand innerer Präsenz, der sich durch Qualitäten wie Ruhe, Neugier, Mitgefühl, Klarheit, Vertrauen, Mut, Kreativität und Verbundenheit zeigt. Aus diesem Zustand heraus wird es leichter, den eigenen Anteilen offen zu begegnen und sie besser zu verstehen.
In der therapeutischen Arbeit geht es darum, diese Anteile wahrzunehmen und ihnen mit Neugier und Mitgefühl zu begegnen. Wenn sie sich gesehen und verstanden fühlen, können sich festgefahrene Rollen verändern.
Ein zentraler Grundsatz von IFS lautet:
„Es gibt keine schlechten Anteile.“
Jeder Anteil trägt eine Geschichte in sich.
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Je stärker wir versuchen, unangenehme Gedanken, Gefühle oder Verhaltensweisen zu kontrollieren oder loszuwerden, desto mehr können wir manchmal in genau die Muster geraten, die uns belasten. So kann beispielsweise der Versuch, Angst unbedingt zu vermeiden, die Angst verstärken; strenge Kontrolle beim Essen kann erneute Essanfälle begünstigen; und der Kampf gegen Selbstkritik oder belastende Gedanken kann dazu führen, dass wir uns noch stärker mit ihnen beschäftigen.
IFS setzt deshalb nicht zuerst bei der Kontrolle dieser Reaktionen an, sondern versucht zu verstehen, welche Funktion sie haben und wovor sie möglicherweise schützen. Auch schwierigen inneren Anteilen wird mit Neugier und Mitgefühl begegnet, statt sie zu bekämpfen.
Veränderung kann entstehen, wenn neue Erfahrungen möglich werden und bisherige Schutzstrategien nicht mehr in gleicher Weise gebraucht werden. Festgefahrene Rollen können dadurch flexibler werden und neue Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst und schwierigen Situationen entstehen.
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Scham kann sich im Gefühl zeigen, nicht zu genügen, falsch zu sein oder mit etwas an sich nicht in Ordnung zu sein. Solche Erfahrungen können früh entstehen – beispielsweise wenn ein Kind durch wichtige Bezugspersonen wiederholt kritisiert, beschämt, abgelehnt oder in seinen Bedürfnissen nicht verstanden wird. Scham kann aber auch durch Ausgrenzung, Abwertung oder Stigmatisierung entstehen oder verstärkt werden.
Aus IFS-Perspektive können dabei unterschiedliche innere Anteile beteiligt sein. Ein verletzlicher Anteil kann die Scham und das Gefühl des Nicht-Genügens tragen, während ein anderer Anteil selbst beschämend oder stark kritisch wird. Dieser versucht möglicherweise, durch Selbstkritik, Perfektionismus oder Anpassung vor weiterer Beschämung und Ablehnung zu schützen. So kann im Inneren eine Dynamik entstehen, in der ein Anteil beschämt und ein anderer sich schämt.
In der Therapie kann gemeinsam erkundet werden, wie diese innere Dynamik entstanden ist und welche Funktion sie heute erfüllt. Ziel ist nicht, den kritischen Anteil zu bekämpfen, sondern seine Funktion zu verstehen und gleichzeitig dem Anteil, der die Scham trägt, mit Mitgefühl und innerer Präsenz zu begegnen.